Optimale Dachneigung für Photovoltaik:
Maximale Erträge in Norddeutschland 

Opti­ma­le Dach­nei­gung PV: Die opti­ma­le Dach­nei­gung für Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen in Deutsch­land liegt bei 30 bis 35 Grad bei Süd­aus­rich­tung. In Nord­deutsch­land (Schles­wig-Hol­stein, Ham­burg) errei­chen Modu­le mit 30 bis 35 Grad Nei­gung den höchs­ten Jah­res­er­trag, da der nied­ri­ge­re Son­nen­stand auf 54° Brei­te eine fla­che­re Aus­rich­tung begünstigt. 

Die­ser Rat­ge­ber rich­tet sich an Haus­be­sit­zer und Bau­her­ren in Schles­wig-Hol­stein, Ham­burg und Nord­deutsch­land, die eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge pla­nen und wis­sen wol­len, wel­che Dach­nei­gung den höchs­ten Ertrag lie­fert. Als TÜV-Rhein­land-zer­ti­fi­zier­ter Gut­ach­ter erklärt Nor­disch Solar kon­kret, wel­cher Nei­gungs­win­kel sich für wel­che Dach­aus­rich­tung lohnt, und wann sich eine Auf­st­än­de­rung rechnet.

Photovoltaikanlage mit optimaler Dachneigung von 35 Grad auf einem norddeutschen Satteldach
Eine Dach­nei­gung von 30 bis 35 Grad mit Süd­aus­rich­tung gilt in Nord­deutsch­land als ide­al für Photovoltaik.

Was ist die optimale Dachneigung für Photovoltaik?

Das Wich­tigs­te auf einen Blick
  • Idea­le Dach­nei­gung in Deutsch­land: 30 bis 35 Grad bei Südausrichtung
  • Nord­deutsch­land (53 - 54° Brei­te): 30 bis 35 Grad, eher fla­cher als im Süden
  • Süd­deutsch­land (47 - 49° Brei­te): 32 bis 38 Grad
  • Abwei­chun­gen bis 10 Grad kos­ten meist unter 5 Pro­zent Ertrag
  • Selbst Ost-West-Anla­gen errei­chen rund 80 Pro­zent des Süd-Maximums

Die opti­ma­le Dach­nei­gung für Pho­to­vol­ta­ik beschreibt den Win­kel zwi­schen Solar­mo­dul und hori­zon­ta­ler Ebe­ne, bei dem die Son­nen­ein­strah­lung über das gesam­te Jahr betrach­tet den höchs­ten Ertrag erzeugt. In Deutsch­land liegt die­ser Win­kel zwi­schen 30 und 35 Grad, vor­aus­ge­setzt, die Modu­le zei­gen nach Süden. Bei die­ser Aus­rich­tung tref­fen die Son­nen­strah­len im Jah­res­mit­tel am direk­tes­ten auf die Photovoltaikanlage.

Mehr dazu: Pho­to­vol­ta­ik in Ham­burg: Für Ihr Zuhause

War­um genau die­ser Bereich? Die Son­ne steht in Deutsch­land je nach Jah­res­zeit zwi­schen 15 Grad (Win­ter) und 60 Grad (Som­mer) über dem Hori­zont. Ein Nei­gungs­win­kel von rund 33 Grad ist der mathe­ma­ti­sche Kom­pro­miss, der über alle Jah­res­zei­ten hin­weg die bes­te durch­schnitt­li­che Son­nen­ein­strah­lung auf die Solar­an­la­ge lie­fert. Laut dem Deut­schen Wet­ter­dienst (DWD) liegt die jähr­li­che Glo­bal­strah­lung in Deutsch­land zwi­schen 950 und 1.250 kWh/m².

Wie beeinflusst die Dachneigung den PV-Ertrag?

Die Dach­nei­gung wirkt direkt auf den Ein­strahl­win­kel der Son­ne und damit auf den Strom­ertrag jeder Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge. Eine Abwei­chung vom Opti­mum führt zu mess­ba­ren Ver­lus­ten, die je nach Aus­rich­tung und Win­kel zwi­schen weni­gen Pro­zent und über 30 Pro­zent betra­gen kön­nen. Die fol­gen­de Ertrags­ma­trix zeigt typi­sche Wer­te für Deutsch­land, nor­miert auf den maxi­ma­len Süd-Ertrag bei 33 Grad (= 100 Prozent).

Ertrags­ma­trix: Nei­gungs­win­kel & Aus­rich­tung im Ver­gleich (Refe­renz: Süd­aus­rich­tung 30° = 100 %)
Nei­gungs­win­kel Süd Süd­ost / Südwest Ost / West Nord
0° (Flach­dach)
87 %
87 %
87 %
87 %
15°
97 %
94 %
88 %
78 %
30. 35° Opti­mal
100 %
95 %
83 %
68 %
45°
97 %
91 %
77 %
58 %
60°
87 %
80 %
65 %
46 %
90° (Fas­sa­de)
69 %
61 %
50 %
35 %

Richt­wer­te für Deutsch­land, Brei­ten­grad ca. 51 - 54°. Grün = sehr gut (über 90 %), Blau = gut (80 - 90 %), Oran­ge = bedingt wirt­schaft­lich (60 - 80 %), Rot = deut­li­che Ein­bu­ßen (unter 60 %). Quel­le: Erfah­rungs­wer­te nach DWD-Glo­bal­strah­lungs­da­ten, Stand .

PV-Ertrag Dachneigung Vergleich Sonnenstand Sommer Winter Norddeutschland Schleswig-Holstein
PV-Ertrag Dach­nei­gung Ver­gleich Son­nen­stand Som­mer Win­ter Nord­deutsch­land Schleswig-Holstein
Nei­gungs­win­kelSüdSüd-Ost / Süd-WestOst / WestNord
0° (Flach­dach)88 %88 %88 %88 %
15°95 %93 %87 %75 %
30°100 %96 %83 %62 %
35°100 %96 %82 %58 %
45°97 %92 %78 %52 %
60°89 %83 %72 %45 %
90° (Fas­sa­de)70 %65 %55 %30 %

Südausrichtung mit 30 bis 35 Grad: Der Goldstandard

Die Süd­aus­rich­tung mit 30 bis 35 Grad gilt als der idea­le Refe­renz­wert für Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen in Deutsch­land. Bei die­ser Kon­stel­la­ti­on trifft die Direkt­strah­lung der Son­ne im Jah­res­durch­schnitt nahe­zu senk­recht auf die Modu­le. Die Dif­fus­strah­lung, also indi­rek­tes Licht aus dem Him­mels­blau, wird eben­falls effi­zi­ent genutzt. Eine 10-kWp-Anla­ge in Schles­wig-Hol­stein erzeugt unter die­sen Bedin­gun­gen rund 9.500 bis 10.000 kWh pro Jahr.

Ost-West-Ausrichtung: Flacher, aber besser für den Eigenverbrauch

Die Ost-West-Aus­rich­tung erreicht zwar nur rund 80 bis 85 Pro­zent des Süd-Maxi­mums, bie­tet jedoch einen ent­schei­den­den Vor­teil: Der Strom­ertrag ver­teilt sich gleich­mä­ßi­ger über den Tag. Modu­le nach Osten pro­du­zie­ren am Mor­gen, Modu­le nach Wes­ten am Nach­mit­tag. Für Haus­hal­te mit hohem Tages­ver­brauch oder ohne Strom­spei­cher stei­gert das die Eigen­ver­brauchs­quo­te oft um 10 bis 20 Pro­zent­punk­te gegen­über einer rei­nen Süd-Anlage.

Nord-Ausrichtung: Wann lohnt sie sich trotzdem?

Eine rei­ne Nord-Aus­rich­tung wird oft pau­schal abge­lehnt, zu Unrecht. Bei fla­cher Nei­gung (10 bis 15 Grad) lie­fert ein Nord-Dach in Deutsch­land noch rund 75 Pro­zent des Süd-Ertrags, weil die Dif­fus­strah­lung einen Groß­teil der Strom­pro­duk­ti­on trägt. Bei hohen Strom­prei­sen und nied­ri­gen Modul­kos­ten kann auch eine Nord-Bele­gung wirt­schaft­lich sein, vor allem wenn süd­sei­ti­ge Dach­flä­chen ver­schat­tet sind.

Optimale Dachneigung in Schleswig-Holstein und Hamburg

Regio­na­ler Hin­weis Nord­deutsch­land: In Schles­wig-Hol­stein und Ham­burg liegt die geo­gra­fi­sche Brei­te bei 53,5 bis 54,5 Grad, rund 6 Grad nörd­li­cher als Mün­chen. Der nied­ri­ge­re Son­nen­stand ver­schiebt den opti­ma­len Nei­gungs­win­kel leicht nach unten. Für die Regi­on emp­feh­len wir 30 bis 33 Grad bei Südausrichtung. 

Der Brei­ten­grad bestimmt den Son­nen­hö­hen­win­kel und damit die idea­le Modul­nei­gung. In Nord­deutsch­land steht die Son­ne im Jah­res­mit­tel fla­cher als in Süd­deutsch­land. Eine etwas fla­che­re Dach­nei­gung von 30 bis 33 Grad fängt das nord­deut­sche Licht bes­ser ein als der häu­fig genann­te Bun­des­wert von 35 Grad.

In der Pra­xis zeigt sich: Typi­sche Sat­tel­dä­cher in Schles­wig-Hol­stein und Pho­to­vol­ta­ik Ham­burg haben Dach­nei­gun­gen zwi­schen 35 und 45 Grad, leicht stei­ler als das Opti­mum, aber mit Ertrags­ver­lus­ten von nur 2 bis 5 Pro­zent. Eine bau­li­che Ände­rung lohnt sich in die­sen Fäl­len sel­ten. Gemäß TÜV-Bewer­tungs­stan­dards für Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen gilt eine Abwei­chung von ±10 Grad als wirt­schaft­lich vertretbar.

Zusätz­lich zur Son­nen­ein­strah­lung müs­sen nord­deut­sche Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen wei­te­re Fak­to­ren berück­sich­ti­gen: höhe­re Wind­las­ten an der Küs­te, salz­hal­ti­ge Luft und sel­te­ne­re, aber hef­ti­ge Sturm­ereig­nis­se. Die­se Bedin­gun­gen beein­flus­sen beson­ders die Wahl der Unter­kon­struk­ti­on bei einer Auf­st­än­de­rung. Mehr regio­na­le Details fin­den Sie auf unse­rer Sei­te Pho­to­vol­ta­ik Schles­wig-Hol­stein.

Dachtypen und ihre Neigungswinkel im Überblick

Wel­cher Nei­gungs­win­kel auf Ihrem Dach vor­liegt, hängt direkt vom Dach­typ ab. Die fol­gen­de Über­sicht zeigt typi­sche Wer­te und die jewei­li­ge Eig­nung für eine Photovoltaikanlage.

Ist meine Dachsituation optimal für Photovoltaik?

1. Wie ist Ihr Dach ausgerichtet?
2. Wie schät­zen Sie Ihre Dach­nei­gung ein?
Sehr gut geeig­net, opti­ma­le Voraussetzungen Ihr Dach erfüllt die idea­len Bedin­gun­gen für eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge in Nord­deutsch­land. Bei Süd­aus­rich­tung und 30. 35 Grad Nei­gung erzie­len Sie den maxi­ma­len Jah­res­er­trag. Eine pro­fes­sio­nel­le Pla­nung durch einen zer­ti­fi­zier­ten Fach­be­trieb sichert Ihnen den vol­len Ertrags­vor­teil.
Kos­ten­lo­se Bera­tung anfragen
Gut geeig­net, mit opti­mier­ter Pla­nung sehr wirtschaftlich Ihre Dach­si­tua­ti­on weicht leicht vom Ide­al­wert ab, ist aber für eine wirt­schaft­li­che PV-Anla­ge sehr gut geeig­net. Bei Ost-West-Aus­rich­tung pro­fi­tie­ren Sie zudem von einem gleich­mä­ßi­ge­ren Tages­ver­lauf und einer höhe­ren Eigen­ver­brauchs­quo­te. Las­sen Sie die genaue Ertrags­ab­schät­zung von einem Fach­gut­ach­ter berech­nen.
Ertrag berech­nen lassen
Ein­ge­schränkt, Auf­st­än­de­rung oder Fach­gut­ach­ten empfohlen Bei Ihrer Dach­kon­stel­la­ti­on sind Ertrags­ein­bu­ßen von bis zu 30 % mög­lich. Das bedeu­tet jedoch nicht, dass eine PV-Anla­ge unwirt­schaft­lich ist: Durch Auf­st­än­de­rungs­sys­te­me oder geziel­te Kom­po­nen­ten­aus­wahl lässt sich der Ertrag deut­lich ver­bes­sern. Unser TÜV-Rhein­land-zer­ti­fi­zier­tes Gut­ach­ten ana­ly­siert Ihre indi­vi­du­el­le Situa­ti­on.
Unab­hän­gi­ges Gut­ach­ten anfragen
Dachtypen Photovoltaik Vergleich Satteldach Flachdach Pultdach Walmdach Neigungswinkel PV-Eignung
Dach­ty­pen Pho­to­vol­ta­ik Ver­gleich Sat­tel­dach Flach­dach Pult­dach Walm­dach Nei­gungs­win­kel PV-Eignung
Dach­typTypi­sche Nei­gungPV-Eig­nung
Sat­tel­dach30° - 45°Sehr gut, oft optimal
Flach­dach0° - 5°Gut mit Aufständerung
Pult­dach10° - 30°Sehr gut bei Süd-Ausrichtung
Walm­dach25° - 40°Gut, meh­re­re Teil­flä­chen nutzbar
Zelt­dach20° - 35°Gut, gleich­mä­ßi­ge Verteilung
Man­sard­dachobe­re 30°, unte­re 60°Ein­ge­schränkt, nur Teilflächen

Satteldach: Häufigster Dachtyp in Norddeutschland

Das Sat­tel­dach ist die häu­figs­te Bau­form in Schles­wig-Hol­stein und Ham­burg. Mit Nei­gungs­win­keln zwi­schen 30 und 45 Grad liegt es meist nahe am Opti­mum. Eine Süd-Dach­flä­che reicht in der Regel aus, um eine 8 bis 12 kWp gro­ße Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge wirt­schaft­lich zu betreiben.

Flachdach: Aufständerung schafft optimale Bedingungen

Flach­dä­cher haben eine Nei­gung von unter 5 Grad und benö­ti­gen eine Auf­st­än­de­rung, um den opti­ma­len Nei­gungs­win­kel zu errei­chen. Der Vor­teil: Die Modu­le las­sen sich frei in Rich­tung Süden und auf exakt 30 Grad aus­rich­ten, unab­hän­gig von der Dach­geo­me­trie. Wich­tig in Nord­deutsch­land: Die Unter­kon­struk­ti­on muss Wind­las­ten gemäß DIN EN 1991-1-4 standhalten.

Aufständerung Flachdach Photovoltaik Aluminium Konstruktion 30 Grad Neigungswinkel Solarmodule
Auf­st­än­de­rung Flach­dach Pho­to­vol­ta­ik Alu­mi­ni­um Kon­struk­ti­on 30 Grad Nei­gungs­win­kel Solarmodule

Aufständerung als Lösung bei flachen oder steilen Dächern

Wann eine Auf­st­än­de­rung sinn­voll ist
  • Flach­dach mit Nei­gung unter 10 Grad
  • Dach­nei­gung über 60 Grad mit ungüns­ti­ger Ausrichtung
  • Frei­flä­chen und Carports
  • Gewer­be­flä­chen mit hoher Eigenverbrauchsquote

Die Auf­st­än­de­rung bezeich­net eine Trag­kon­struk­ti­on, die Solar­mo­du­le unab­hän­gig vom Dach­win­kel in den idea­len Nei­gungs­win­kel bringt. Die­se Tech­nik ermög­licht Pho­to­vol­ta­ik selbst auf Flach­dä­chern oder Frei­flä­chen mit opti­ma­lem Ergeb­nis. Nor­disch Solar fer­tigt Auf­st­än­de­run­gen aus elo­xier­tem Alu­mi­ni­um oder feu­er­ver­zink­tem Stahl, bei­de Mate­ria­li­en sind kor­ro­si­ons­be­stän­dig und für küs­ten­na­he Stand­or­te geeignet.

Bei der Pla­nung einer Auf­st­än­de­rung in Schles­wig-Hol­stein oder Ham­burg müs­sen Wind- und Schnee­las­ten kon­kret berech­net wer­den. Laut Deut­schem Insti­tut für Bau­tech­nik gel­ten für die Küs­ten­re­gi­on erhöh­te Wind­last­zo­nen (WLZ 3 und 4), die die Sta­tik der Unter­kon­struk­ti­on maß­geb­lich beein­flus­sen. Eine fach­ge­rech­te Berech­nung schützt vor Schä­den und ver­mei­det Versicherungsprobleme.

Was eine Auf­st­än­de­rung nicht leis­tet: Sie ist kei­ne sinn­vol­le Lösung für leicht abwei­chen­de Dach­nei­gun­gen zwi­schen 20 und 50 Grad. In die­sem Bereich über­stei­gen die Kos­ten der Auf­st­än­de­rung den mög­li­chen Mehr­ertrag fast immer. Auch für stark ver­schat­te­te Dächer ist die Auf­st­än­de­rung allein kei­ne Lösung, hier hilft nur eine Schat­ten­ana­ly­se vor der Installation.

Dachneigung, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit

Die Dach­nei­gung beein­flusst nicht nur den Gesamt­ertrag, son­dern auch die Eigen­ver­brauchs­quo­te, den Anteil des selbst erzeug­ten Stroms, der direkt im Haus­halt ver­braucht wird. Die­ser Wert ist für die Wirt­schaft­lich­keit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge ent­schei­dend, da ein­ge­spar­ter Strom rund 30 bis 40 Cent pro kWh wert ist, ein­ge­speis­ter Strom dage­gen nur etwa 8 Cent.

Eine stei­le Süd-Anla­ge mit 35 Grad erzeugt eine hohe Mit­tags­spit­ze, viel Strom in weni­gen Stun­den. Wer tags­über wenig Strom ver­braucht, speist über­schüs­si­ge Ener­gie ins Netz ein. Eine fla­che­re Ost-West-Anla­ge ver­teilt die Pro­duk­ti­on über den Tag und stei­gert die Eigen­ver­brauchs­quo­te ohne Spei­cher von typisch 25 Pro­zent auf 35 bis 45 Prozent.

Pra­xis­tipp: In Kom­bi­na­ti­on mit einem Strom­spei­cher rela­ti­viert sich der Vor­teil der Ost-West-Aus­rich­tung. Eine Süd-Anla­ge mit 30 bis 35 Grad und pas­sen­dem Spei­cher erreicht oft die höchs­te Wirt­schaft­lich­keit über 20 Jah­re. Erfah­rungs­ge­mäß amor­ti­siert sich eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge mit Spei­cher in Nord­deutsch­land inner­halb von 11 bis 14 Jahren. 

Wei­te­re Fak­to­ren wie För­de­run­gen, KfW-Kre­di­te und die Ein­spei­se­ver­gü­tung gemäß EEG 2023 beein­flus­sen die Wirt­schaft­lich­keit zusätz­lich. Eine indi­vi­du­el­le Berech­nung berück­sich­tigt Strom­ver­brauch, Dach­aus­rich­tung, Nei­gung und Spei­cher­grö­ße, und wird im Rah­men unse­rer unab­hän­gi­gen Pho­to­vol­ta­ik-Bera­tung erstellt.

So lässt sich die Dachneigung selbst berechnen

Die eige­ne Dach­nei­gung zu ermit­teln, ist mit ein­fa­chen Mit­teln mög­lich. Drei Metho­den eig­nen sich für Haus­be­sit­zer, um den Nei­gungs­win­kel ohne Fach­per­so­nal zu bestimmen:

  1. Bau­plan prü­fen: Der Dach­nei­gungs­win­kel ist im Bau­ge­such oder Archi­tek­ten­plan dokumentiert.
  2. Mes­sung im Dach­ge­schoss: Auf dem Dach­bo­den eine waa­ge­rech­te Stre­cke A ent­lang des Bodens mes­sen, dann die senk­rech­te Höhe B vom Boden bis zum Dach­spar­ren. For­mel: Win­kel = arctan(B/A).
  3. Smart­phone-Was­ser­waa­ge: Moder­ne Smart­phones haben eine ein­ge­bau­te Nei­gungs­mes­sung. Das Gerät flach auf die Dach­flä­che legen und Win­kel ablesen.

Bei­spiel­rech­nung: Beträgt A = 4 Meter und B = 2,8 Meter, ergibt sich arctan(2,8/4) ≈ 35 Grad. Die­se Metho­de ist auf etwa ±2 Grad genau und reicht für eine ers­te Ein­schät­zung. Für eine ver­bind­li­che Pla­nung emp­fiehlt sich eine Vor-Ort-Begut­ach­tung durch einen qua­li­fi­zier­ten Solar­teur. Nor­disch Solar bie­tet die­sen Ser­vice als Pho­to­vol­ta­ik-Gut­ach­ten für Ham­burg und Schles­wig-Hol­stein an.

Häufige Fragen zur optimalen Dachneigung

Wel­che Dach­nei­gung ist für Pho­to­vol­ta­ik optimal?

In Deutsch­land liegt die opti­ma­le Dach­nei­gung für Pho­to­vol­ta­ik bei 30 bis 35 Grad mit Süd­aus­rich­tung. In Nord­deutsch­land (Schles­wig-Hol­stein, Ham­burg) emp­feh­len sich 30 bis 33 Grad, da der nied­ri­ge­re Son­nen­stand eine etwas fla­che­re Aus­rich­tung begünstigt.

Wie viel Ertrag geht bei abwei­chen­der Dach­nei­gung verloren?

Eine Abwei­chung von ±10 Grad vom Opti­mum kos­tet bei Süd­aus­rich­tung weni­ger als 5 Pro­zent Ertrag. Erst extre­me Win­kel wie 0 Grad (Flach­dach ohne Auf­st­än­de­rung) oder 90 Grad (Fas­sa­de) füh­ren zu Ver­lus­ten von 12 bis 30 Prozent.

Ist Pho­to­vol­ta­ik auf einem Flach­dach sinnvoll?

Ja, Pho­to­vol­ta­ik auf Flach­dach ist sinn­voll. Mit einer Auf­st­än­de­rung las­sen sich die Modu­le exakt auf 30 Grad und nach Süden aus­rich­ten. Das Ergeb­nis ent­spricht oft einer opti­mal geneig­ten Dach­an­la­ge. Wich­tig sind aus­rei­chen­de Trag­fä­hig­keit und pas­sen­de Wind- und Schneelast-Berechnungen.

Gibt es regio­na­le Unter­schie­de bei der opti­ma­len Dachneigung?

Ja. In Nord­deutsch­land (53 - 54° Brei­te) liegt der opti­ma­le Win­kel bei 30 bis 33 Grad, in Süd­deutsch­land (47 - 49° Brei­te) bei 32 bis 38 Grad. Der Unter­schied resul­tiert aus dem unter­schied­li­chen Son­nen­hö­hen­win­kel je Breitengrad.

Lohnt sich eine Nach­führ­an­la­ge bei ungüns­ti­ger Dachneigung?

Für Wohn­ge­bäu­de lohnt sich eine Nach­führ­an­la­ge in den meis­ten Fäl­len nicht. Der Mehr­ertrag von 20 bis 30 Pro­zent wird durch hohe Anschaf­fungs- und War­tungs­kos­ten auf­ge­zehrt. Eine opti­mier­te fes­te Instal­la­ti­on mit Auf­st­än­de­rung ist wirt­schaft­lich fast immer überlegen.

Kann ich die Dach­nei­gung nach­träg­lich verändern?

Eine bau­li­che Ver­än­de­rung der Dach­nei­gung ist tech­nisch mög­lich, aber sel­ten wirt­schaft­lich. Die Kos­ten über­stei­gen den Mehr­ertrag fast immer. Eine Auf­st­än­de­rung ein­zel­ner Modul­rei­hen ist die deut­lich güns­ti­ge­re Alter­na­ti­ve bei ungüns­ti­ger Dachgeometrie.

Unabhängige PV-Gutachten und Beratung von Nordisch Solar

Nor­disch Solar ist TÜV-Rhein­land-zer­ti­fi­zier­ter Gut­ach­ter für Pho­to­vol­ta­ik in Schles­wig-Hol­stein und Ham­burg. Wir bewer­ten bestehen­de Anla­gen, pla­nen Neu­bau-Pro­jek­te und beglei­ten Haus­be­sit­zer bei der Wahl der opti­ma­len Dach­nei­gung, Aus­rich­tung und Modul­grö­ße. Die Bera­tung erfolgt unab­hän­gig, wir emp­feh­len die tech­nisch und wirt­schaft­lich bes­te Lösung für Ihr Dach.

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Nor­disch Solar Fachredaktion TÜV-Rhein­land-zer­ti­fi­zier­ter Photovoltaik-Gutachter